Archiv des Autors: Bodo

Entschädigungszahlungen der Stiftung Anerkennung und Hilfe

Unter bestimmten Voraussetzungen können Personen eine Entschädigungszahlung erhalten.

Näheres entnehmen Sie bitte der nachstehenden Information.

 

1. Es werden Betroffene entschädigt die zwischen dem 23.05.1949 – 31.12.1975 in der BRD und zwischen dem 07.10.1949 – 02.10.1990 in der DDR in BSHG Einrichtung oder in Psychiatrien waren.

1.1. Dazu gehören u.a. Schulen mit angeschlossenem Internatsbetrieb (Blindenschulen); Sonderschulheime; „Geistesschwache- und Geisteskrankeneinrichtungen“ nach §§27 ff. i.V. m. § 4BSHG

1.2 Kinderkliniken mit psychosomatisch – psychotherapeutischen Abteilungen; Unikliniken mit KJP Anschluss; psychiatrische Lehrkrankenhäuser; etc.

 

2. Inhalt des Entschädigungsverfahrens ist ein Gespräch mit einem geschulten Fachberater(in) über das erlittene Leid und Unrecht während des Heimaufenthalts und die daraus resultierenden Folgeschäden.

 

3. Die Entschädigungssumme kann maximal bis zu einem Gesamtbetrag von 14.000,00 € bewilligt werden. Dieser Betrag ist steuerfrei, nicht anrechenbar an Sozial- und Transferleistungen und frei von Privatinsolvenz und Pfändungen! Die Stiftung soll die gesetzlichen Sozialleistungen ergänzen, dennoch gibt es keinen Rechtsanspruch auf die Leistung.

3.1. Wie setzt sich die Summe zusammen? Einerseits aus einer Geldleistung für erlittenes Leid und Unrecht in der Zeit der „schwarzen Pädagogik“ (9.000,00 € Pauschalsumme) und wenn der Betroffene ab dem 14. Lebensjahr dem Grunde nach sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat und die Beiträge nicht abgeführt wurden, können zwischen 3.000,00 € und 5.000,00 € Rentenersatzleistungen gezahlt werden.

 

4. Gerne kann der gesetzliche Betreuer*In oder eine andere Vertrauensperson mit uns Kontakt aufnehmen, ein Gespräch mit dem Betroffenen ist dennoch unumgänglich. Beim Erstkontakt, sind Angaben über die Heimzeiten zu machen und in welchem Heim der Betroffene gelebt hat.

Wenn der Betroffene nicht die Möglichkeit hat uns in Köln zu besuchen, vereinbaren wir gerne auch einen Termin in gewohnter Umgebung und besuchen ihn.

 

Tiefere Einblicke über die bundesweit arbeitende Stiftung bekommen Interessierte unter dem folgenden Link: 

 

http://www.stiftung-anerkennung-und-hilfe.de/DE/Startseite/start.html

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Anett Malinowski

LVR-Dezernat 4

Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder

und der –Stiftung Anerkennung und Hilfe

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Tel.: 0221/ 809-6049

Fax: 0221/ 8284-4332

E-Mail: anett.malinowski@lvr.de

 

 

Bericht Weihnachtsfeier 2017

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Der traditionelle Jahresabschluss des Oberbergischen Blinden- und Sehbehindertenvereins fand am Samstag, dem 09.12.2017 im Hotel „Bodden“ in Gummersbach-Rebbelroth statt.

 

Insgesamt nahmen 24 Personen an dieser Feier teil. Es gab zwar deutlich mehr Anmeldungen, aber aufgrund des starken Schneefalls mussten einige ihre Teilnahme absagen. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden wurden zunächst die

Geldumschläge an die Anwesenden verteilt. Danach ging es mit dem Mittagessen los, was erneut sehr schmackhaft und reichlich war.

 

Durch die Verzögerungen zu Beginn musste der nächste Programmpunkt etwas nach hinten verschoben werden. Der Vereinsvorsitzende begrüßte daher mit etwas Verzögerung zwei Gäste, und zwar die ebenfalls blinde Sängerin Gaetana Chiaramonte und deren Lebensgefährten Günter Ecker. Beide hatten vor der Feier ein wenig technisches Equipment aufgebaut, so dass zum Gesang auch Musik zu hören war. Frau Chiaramonte hatte noch mit einer Erkältung zu kämpfen, worunter die Qualität des Gesangs litt. Sie gab aber ihr Bestes, was mit ordentlichem Applaus honoriert wurde.

 

Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken endete die Weihnachtsfeier. Danach löste sich die Feier nach und nach auf. Herr Aha wünschte Allen noch ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr.

Die blinde Sängerin Gaetana Chiaramonte

Es folgen Fotos von den Mitgliedern bei der Weihnachtsfeier


 



 


Bericht Sommerausflug 2017

 

Der Sommerausflug des Oberbergischen Blinden- und Sehbehindertenvereins fand am Samstag, dem 16. September statt.

Morgens ab 9.30 Uhr ging es los. Der Bus fuhr die gewohnten Sammelpunkte an, so dass schließlich insgesamt 24 Personen an Bord waren. Leider gab es kurzfristig einige krankheitsbedingte Absagen, von der auch der 1. Vorsitzende nicht verschont blieb.

Daher begrüßte der 2. Vorsitzende alle Teilnehmer vor der Weiterfahrt.

 

Pünktlich trafen wir am Schiffsanleger in Bonn ein, denn für 11.50 Uhr waren wir für eine besondere Schifffahrt auf dem Rhein angemeldet. Die „Rheinsinne-Tour“ wurde nämlich speziell für blinde und sehbehinderte Besucher entwickelt.

 


Foto: Das Schiff am Bonner Rheinufer „Filia Rheni“

 

Eine Gästeführerin begrüßte uns an Bord, nachdem alle die reservierten Plätze eingenommen hatten. Das Schiff war sehr voll und dadurch entstand eine heftige Geräuschkulisse. Die Gästeführerin war leider trotz eines Mikrofons und eines Lautsprechers von manchen teilweise, von einigen gar nicht zu verstehen. Die Dame war trotz der widrigen Umstände sehr bemüht, der Gruppe Informationen zu vermitteln.

Foto: Die Gästeführerin

Nach dem ersten Teil wurde das Mittagessen serviert. Es gab für alle eine Kapitänsplatte, die aus sehr schmackhaften kalten Speisen wie Wurst und Käse oder Kartoffelsalat und Brot bestand.


Foto: Das Mittagessen

 

Auf der Fahrt bis nach Linz und wieder zurück kam das Schiff an vielen geschichtsträchtigen Orten vorbei. Zu nennen wären unter anderem der Drachenfels, auf dem Siegfried den Drachen tötete oder auch die nach König Roland benannten Orte Rolandseck und Rolandsbogen. Die Gästeführerin erläuterte auch, warum die rechte Rheinseite immer die „schäl Sick“ genannt wird. Und zwar trugen die Pferde früher Augenklappen, wenn sie am rechten Ufer entlang ritten, damit sie nicht von der Sonne geblendet wurden. Sie mussten daher schielen, um etwas sehen zu können.

 

Die Rheinsinne-Tour bestand aber nicht nur aus diesem Teil. Zusätzlich verteilte die Gästeführerin drei unterschiedliche Gesteinsproben, die abgetastet werden konnten Darüber hinaus gab es mehrere Geruchsproben, bestehend aus verschiedenen Fruchtaromen, die sich alle im Wein wiederfinden, der in dieser Region angebaut wird. Mit einer Weinprobe folgte dann auch ein praktischer Teil, damit die Aromen auch mal auf der Zunge gespürt werden konnten.


Foto: Gesteine

 


Foto: Geruchsproben

Gegen 16 Uhr legte das Schiff wieder in Bonn an. Nachdem alle wieder im Bus saßen, ging es weiter zum Gasthof Stommel in Much. Dort warteten eine Gulaschschsuppe und ein Dessert auf die Gruppe. Mit dieser letzten Stärkung ging der Ausflug zu Ende.


Foto: Gruppenfoto vor dem Bus

 


Die junge Busfahrerin, die uns sicher gefahren hat.

 

Weitere Fotos:

Die Vereinsmitglieder auf dem Boot und im Gasthof Stommel:



 


 


 


 

Es folgen weitere Fotos vom Schiff: